Begegnungsreise vom 2. bis 12. Januar 2003 nach Baschkirien

Berichte einer unvergesslichen Reise

Jugendgruppe       Jangan-Tau      Krasnousolsk     Programm erster/letzter Tag  

Vorgeschichte und Teilnehmerliste zu dieser Einladung        Bericht Schwäbische Zeitung

 

Bilder :

Auswahl F.Wiemer

Gedichte zur Reise von Gisela Munz-Schmidt

 

 

Bericht über den Freundeskreis Bodensee "Brücke nach Ufa"

Hier finden Sie die aktuelle Wetterlage in Ufa  Temp. im Januar im Mittel -15°C

 

Bericht und Programm der Jugendgruppe in Ufa vom 2. – 12. Januar 2003 г.

Gruppe – 17 Personen, Bericht von Jan Berning

                     

Baschkiriens wahrer Reichtum

Die Jugendgruppe der deutschen Delegation verlebte in Ufa unvergessliche Tage.

Winterliche Temperaturen herrschen am Morgen des zweiten Januar am Flughafen Friedrichshafen, doch die große Gruppe Reisender ist gerüstet. Im fernen Reiseziel Ufa sind es zu dieser Zeit 15 Grad unter dem Gefrierpunkt.

Unter den Wartenden befinden sich vereinzelt Jugendliche, 17 insgesamt, hauptsächlich Schüler der Waldorfschule und des Salem College, die nach der Flugzeugkatastrophe im Juli ehrenamtlich oder in ihrer Funktion als Mitglied des THW, der Feuerwehr oder des Roten Kreuzes im Einsatz waren.

Im frostig-trockenen Baschkirien angekommen, ist die Kälte gar nicht so schlimm, Adrenalin und Vorfreude halten fit. Interviews werden gegeben und auf geht es im Bus, mit Polizeieskorte in das Sanatorium „Grüner Hain“, nahe dem Zentrum Ufas.

Einiges wusste man schon, von der Stadt, von Land Leuten und Gebräuchen, denn der Student Jürgen Rädler aus Owingen hatte keine Kosten und Mühen gescheut, die Gruppe mit einem Vorbereitungstreffen, zahlreichen Mails und Telefonaten mit Informationen zu versorgen und kümmerte sich außerdem um Visa und Krankenversicherung der Schüler.

Was in den nächsten Tagen jedoch den Jugendlichen an Programm, Verpflegung und Unterkunft geboten wurde, übertraf die kühnsten Vorstellungen vom Aufenthalt im Herzen Russlands.

Immer dabei waren die russischen Begleiter Schafkat Tuarev, der in ständigem Kontakt mit dem Innenministerium stand und der persönliche Ansprechpartner der Schüler, Igor Nikitin, der perfektes Deutsch, unglaubliches Organisationstalent, stoische Ruhe, echte Kameradschaft, Selbstironie und ein großartiges Geschick im Lösen von Problemen  in sich vereint. Olga Dahlinger, eine der Jugendlichen und in Russland geboren, sorgte außerdem dafür, dass Verständigungsschwierigkeiten während der Reise erst gar nicht entstanden und nahm alles, was weitergehend organisatorisch zu tun blieb auf sich.

So wurden in wenigen Tage innerhalb der Gruppe aus Unbekannten Freunde und aus Jugendlichen zweier Schulen, denen durchaus Unterschiede in Mentalität und Wertmaßstäben nachgesagt wird, eine homogene Gemeinschaft, in der schnell alle Vorurteile beseitigt waren.

„Schon dafür hat sich die Reise gelohnt.“ Wie Gregor Teichmann, einer der Schüler später feststellt.

Doch hier begann erst die Horizonterweiterung, die sich während der nächsten Tage vollzog.

Nicht nur in den geräumigen Zimmern des Sanatoriums war alles so eingerichtet, dass sich der hochgeachtete Besuch rundum wohl fühlen konnte. Auch wurden die Jugendlichen überall mit einer Achtung und Freundlichkeit behandelt, die ihresgleichen sucht.

Die Menus zu den Mahlzeiten waren jeweils gewaltig, Sauna und Schwimmbad standen offen und das Programm war so umfangreich, dass jeder Einzelne in den nächsten Tagen von Eindrücken überwältigt wurde.

Neben einer Stadtführung standen die Ballettaufführung des „Nussknacker“, ein Zirkusbesuch, der botanische Garten, eine Schlittenfahrt auf der Pferderennbahn, ein Besuch der Philharmonie und ein Eishockeyspiel an, bei dem die deutsche Delegation ordentlich Stimmung für die Mannschaft aus Ufa machte.

Besonders begeisterte jedoch jeweils die wärmende Gastfreundschaft bei dem Besuch der Staatsbibliothek und der Kunsthochschule.

In Letzterer erwartete die Jugendlichen ein Kunstprogramm, das Seinesgleichen sucht. Auf eine Führung durch die Universität, vorbei an zahlreichen Kunstwerken folgten Chor und Violinkonzerte, Klaviervorführungen und natürlich das Spiel auf der Schilfrohrflöte (Kurai), dem baschkirischen  Nationalinstrument. Zum Abschluss des Besuchs gab es dann jeweils ein großes Essen und zahlreiche Geschenke.

Die Abende schließlich verbrachte man unter anderem beim Bowling oder in der Disko, in der erste Kontakte mit russischen Studenten geknüpft wurden.

Sehr ergreifend war für die Jugendlichen der Besuch der Gräber der Absturzopfer, wo sie rote Nelken, Kerzen und Erde aus Brachenreuthe niederlegten.

Den Abschluss des Aufenthalts im Sanatorium bildete schließlich eine Jugendkonferenz in der Schule Alfa, auf dem russische Schüler und Schüler der Waldorfschule Überlingen Referate vortrugen. Außerdem hielten die Lehrer Lükeville aus Salem und Wiemer aus Brachenreuthe bewegende Reden, bevor der Vorsitzende des UNESCO-Komitee, Rim Sulfianov, Organisator des Aufenthalts und selbst Vater einer beim Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Schülerin, nach einer Rede Urkunden an die Helfer bei der Katastrophe verteilte.

Die letzten vier Tage sollten die Jugendlichen schließlich einzeln in Familien und tagsüber als Gruppe in drei verschiedenen Schulen verbringen. Bevor sie jedoch von den Gasteltern abgeholt wurden, fand noch ein Freundschaftsabend im Sanatorium mit Kurai-Konzert und Tanz statt, zu dem die Jugendgruppe ebenfalls drei Lieder sang.

Wohl kaum einer der Jugendlichen hielt es überhaupt für möglich, dass das Erlebte der letzten Tage noch übertroffen werden könne. Die Gastfreundschaft und Liebe, die ihnen dann in den Gastfamilien entgegengebracht wurde, ließ den Besuch dann aber entgültig zu einem Ereignis werden, den viele zu den schönsten in ihrem Leben zählten. So wurden zu Ehren der Gäste Verwandte und Freunde eingeladen, kleine Feste organisiert und die Deutschen über die Maßen verwöhnt und beschenkt.

In diesen Tagen wurde klar, dass Baschkiriens wahrer Reichtum in der Gastfreundschaft seiner Einwohner liegt.

In den Schulen bot man, obwohl zu dieser Zeit Ferien waren, ein ganztägiges Programm. Neben russischem Tanzunterricht, Gesangs- und Tanzdarbietungen, Schulführungen, Sportveranstaltungen und Spielen stand auch Langlauf zur Auswahl. Die „Botschafter des guten Willens“ (Zitat Igor Nikitin) beteiligte sich mit einigen Liedern am Programm.

Zwei dieser Lieder, „Wind of Change“ von den Scorpions und „Gute Nacht Freunde“ von Reinhardt Mey trugen sie dann auch im Hotel Bashkortostan vor, um beim letzten gemeinsamen Essen der ganzen deutschen Delegation mit den russischen Vertretern ihre freundschaftlichen Gefühle und Dank für eine unvergessliche Zeit auszudrücken.

Vor allem aber wurden viele Freundschaften zwischen russischen und deutschen Jugendlichen geschlossen, das wohl wichtigste Ergebnis der Begegnung an den Schulen.

Nicht zuletzt wurde dort jedoch auch von den Klassenkameraden berichtet, die bei dem Flugzeugunglück ums Leben gekommen waren. An der Schule Nummer drei kamen dann auch einige Eltern der Opfer zu Besuch, brachten ihre Gefühle über das Geschehene zum Ausdruck und ließen sich von den Deutschen über die Zeit nach dem Flugzeugabsturz erzählen.

Gerade diese Nähe von Katastrophe und schönen Erlebnissen, von Trauer und Freude bewegte die Jugendlichen wohl während des ganzen Aufenthalts und ließen erkennen, dass aus jeder erdenklich schweren Katastrophe trotzdem etwas Gutes, Wertvolles entstehen kann, wie diese Freundschaft, diese Brücke nach Ufa, die die Kälte des russischen Winters vergessen ließ.

Für die Jugendgruppe Jan Berning

Programm der Jugendgruppe

2. Januar, Donnerstag

20:00

 

Ankunft der Jugendgruppe im Sanatorium „Grüner Hain“

Unterbringen. Abendessen. Erholung.

3. Januar, Freitag

Ganztags

Stadtführung durch Stadt Ufa.  (Organisatoren: UNESCO-Komitee, Reisebüro „Bal“)

Abends

Besuch eines Diskoclubs in Ufa  (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

4. Januar, Samstag

Morgens

Ausflug. Besuch der Sportanlage in Ufa (Programm des Sportministeriums)

Mittags

Vergnügensveranstaltungen im Sanatorium  (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Abends

Besuch des baschkirischen Oper und Ballett- Staatstheaters. Ballett-Vorstellung „Nussknacker“( Organisatoren: UNESCO-Komitee)

5. Januar, Sonntag

Morgens

Besuch der Pferde-Renn-Bahn „Akbusat“( Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Mittags

Sportveranstaltungen im Jugendtheater (Organisatoren: UNESCO-Komitee, Sportministerium)

20:00

Ausflug in den Bowling-Club „Zauberball“

6. Januar, Montag

Morgens

Besuch der Republikbibliothek S.Walidi, deutscher Saal (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Mittag

Besuch Ufas Staatskunstakademie. Treffen mit Schaffensjugendgruppe und dem Komponisten F. F. Idrisow (Organisatoren: UNESCO-Komitee, Kulturministerium)

Nachmittag

Besuch des Eishockeyspieles zwischen Mannschaften „Salawat Julaew“, Ufa – „Metallurg“, Nowokusnezk (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

7. Januar, Dienstag

Morgens

Vorstellung in Ufas  Circus. (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Mittags

Vorbereitungsmaßnahmen für internationale Konferenz der Jugendleiter der UNESCO in der Schule „Alfa“ (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Abends

Konzert der Musikgruppe Gaskarow

8. Januar, Mittwoch

10:00 - 12:00

Internationale Konferenz der Jugendleiter der UNESCO in der Schule „Alfa“ (Organisatoren: UNESCO-Komitee)

Mittags

Sportveranstaltungen: Langlauf, Staffel (Organisatoren: UNESCO-Komitee, Sportministerium)

Abends

Abfahrt.  Unterbringen in Gastfamilien. Beteiligte Schulen: Nr. 3, 32, 35, „Alfa“.

Vom 08.01.03 bis 12.01.03 Aufenthalt in den Familien von Ufas Schülern.

9. Januar, Donnerstag     Veranstaltungen nach dem Programm der Schule Nr. 35.

10. Januar, Freitag           Veranstaltungen nach dem Programm der Schule „Alfa“.

11. Januar, Samstag         Veranstaltungen nach dem Programm der Schule Nr. 32.

                

Eisskulpturen und das neue Jugendzentrum in Ufa, beim nächsten Besuch vielleicht schon dort?

Bericht und Programm im Sanatorium „Jangan-Tau“ Gruppe – 55 Personen

Reisebericht des stellv. Bürgermeisters der Gemeinde Owingen, Herr Fischer

Wie schon in der Lokalpresse mehrfach zu lesen war, ist am 02.01.2003 eine Delegation von 125 Personen, meist aus dem Bodenseekreis, auf Einladung der baschkirischen Regierung nach Baschkortostan gereist.

Diese Delegation bestand aus Verantwortlichen des Landratsamtes, der Stadt Überlingen, der Gemeinden Owingen und Frickingen, des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizei, der Feuerwehren, des THW, Dolmetscher, einer Jugendgruppe und der Presse. Aus unserer Gemeinde waren 24 Personen an Bord.

Nach etwas Verspätung sind wir also am 02.01.2003 nach gut 4 Stunden Flug in Ufa gelandet. Sehr herzlich war der Empfang vom stellv. Ministerpräsidenten und weiteren Ministern und Vertretern der Regierung.

Empfang im Sanatorium mit Brot und Salz, ganz rechts der Sanatoriumsdirektor.

Danach wurde die Delegation in 3 Gruppen für das jeweilige Sanatorium eingeteilt. Nach beinahe vierstündiger Fahrt traf unsere Gruppe im Ural im Sanatorium Jangan-Tau ein. Nach dem Frühstück am nächsten Tag wurden alle 55 Personen untersucht und die nötigen Anwendungen wie Massage, Dampfbad etc. verschrieben. Am Nachmittag ging es weiter mit einer eindrucksvollen Führung durch das gesamte Sanatoriumsareal. Diese Größenordnung war für uns alle unvorstellbar: Alle möglichen Einrichtungen, medizinische Bäder, Schwimmbad, Erholung, Sport, Freizeit, Versorgungs- und Verwaltungszentrum mit ca. 1.000 Angestellten. Das besondere hierbei ist die Thermalquelle, die mehrere wichtige Mineralien enthalten soll.

Auf dem Programm des nächsten Tages stand die Kranzniederlegung für die verunglückten Kinder und Erwachsenen auf dem Südfriedhof in Ufa.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen traf sich unsere gesamte Delegation auf dem Friedhof. Alle deutschen Beteiligten, in der Hand jeweils eine Kerze und eine Nelke, die dann von den Jugendlichen zusammen mit der Erde aus Brachenreuthe auf die Gräber der Verunglückten gelegt wurden.

Der stellv. Ministerpräsident und weitere Minister waren zugegen, als Polizeidirektor Walser für uns und im Namen von Verkehrsminister Müller in Gegenwart von in Uniform angetretenen Feuerwehr, Polizei, THW, offiziellen Vertretern, vielen baschkirischen Personen und ganz besonders den Eltern und Angehörigen der verunglückten Kinder, einen ehrenden Nachruf sprach und einen Kranz niederlegte.

Anschließend wurden die im Hauptportal des Friedhofs durch Kränze, riesigen Blumenschmuck und jeweils einem Bild des Verunglückten gekennzeichneten Gräber besucht. Was sich hierbei für Szenen mit den Angehörigen abspielten, machte uns alle tief betroffen.

Nach dem Friedhofsbesuch fuhren Polizei, THW und Feuerwehr in das Innenministerium, um von hohen Offizieren Dank und Auszeichnungen entgegenzunehmen.

Die Gruppe DRK, Offizielle, Abordnung Brachenreuthe u. a. war in ein Gymnasiumsgebäude eingeladen. Kinder dieser Schule stellten sieben von ihrer Schule verunglückte Mitschüler in einem Nachruf in deutscher, englischer und russischer Sprache sowie die Geschichte dieser Schule (hohe Auszeichnungen) vor.

 Eindrucksvolle Geschichten und Liedvorträge gehörten zum weiteren Programm. Bürgermeister‑Stellvertreter Rudolf Fischer bedankte sich im Namen der Gemeinde Owingen beim stellv. Bildungsminister, beim Leiter des Kommitees für UNESCO‑Angelegenheiten, beim Elternkommitee, bei der Lehrerschaft und ganz besonders bei den Schülern für den herzlichen Empfang und für die Gestaltung des Nachmittags. Rudolf Fischer überreichte im Namen der Gemeinde und der Owinger Delegation einen Gedichtband von G. Munz‑Schmidt, der von der Gemeinde gesponsert und schon in russische Sprache übersetzt war. Diese Gedichtbände wurden den anwesenden Angehörigen und weiteren baschkirischen Personen übergeben, was sehr gut ankam.

Ein weiterer Höhepunkt war dann am 07. Januar 2003 die Festveranstaltung der Weihnachtsfeier. Dazu fuhr man in den benachbarten Landkreis Duwansky. Nach dem Empfang durch den Landrat, seiner Stellvertreterin und weiterer Verwaltungsmitglieder ging es zu einem Klosterder Orthodoxen, das nur für Männer zugänglich ist. Ein Abt stellte das Kloster vor, worin zeitweise Tag und Nacht gebetet wird. Danach folgte ein Kirchen‑ und Gottesdienstbesuch.

Als weitere Station ging es ins Gemeindezentrum, wo die eigentliche Weihnachtsfeier stattfand. Eine riesige Menschenmenge erwartete uns und ohne ihre Sprache zu beherrschen, konnte man an ihrer freundlichen Art erkennen, dass wir stellvertretend für alle Helfer, für ihre Angehörigen, für den Landkreis, ja für ganz Baschkirien nach ihrem Empfinden, Großes geleistet haben mussten.

Es wurde gefeiert mit Musik, Spielen, Tanz, Markt- und Essensständen, alles bei 12 Grad minus im Freien. Ausstellungen, Konzerte und Folklorevorführungen fanden in der Halle statt. Eine tolle Sache war auch die Pferdeschlittenfahrt. Drei, vier und mehr Pferde vor einem Schlitten, 8 -10 Landsleute, ein Ziehorgelspieler und wir mittendrin, so ging es mit Musik und Gesang durch teilweise enge Gassen, durch die russische Winterlandschaft.

Der Abschluss war ein sechsgängiges Menü in der Festhalle, ebenfalls mit Musik, Gesang, Tanz und reichlich Wodka.

Der dortige Landrat sagte u. a. in seiner Ansprache: Mögen wir alle, auch ohne Unglück insbesondere unsere Länder, weiterhin solche Feste feiern, mögen möglichst alle Menschen dieser Erde miteinander Feste feiern.

Der Bürgermeister dieses Ortes ergänzte die Ansprache mit den Worten: Möge unser Ort, unser Land, euch etwas ärmlich und einfach vorkommen, trotzdem sind wir zufrieden und lieben es so, wie es ist!

Es gäbe noch so viel Schönes, Wichtiges und Interessantes zu berichten, doch es würde zu weit führen.

Doch äußerst beeindruckend und erwähnenswert ist noch, dass eine Gruppe aus einem deutschstämmigen Ort, jeweils 7 Stunden An- und Abfahrt in Kauf genommen hat, um uns ein Konzert zu geben Sehr viele Volkslieder, meist in deutscher Sprache, konnten von uns mitgesungen werden. Es war so schön und teilweise ergreifend. Ein gemütliches Beisammensein rundete das Konzert ab.

Insgesamt 4 Konzerte mit Musik, Tänzen und Gesang, alle in Landestracht vorgetragen, von hohem künstlerischem Wert, durften wir genießen, was mit minutenlanger Applaus honoriert wurde. Man konnte feststellen, was hier an Kulturgut und Tradition gepflegt wird, ist beispielhaft.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine sehr gelungene Reise war; ein äußerst angenehmer und gut organisierter Aufenthalt im Sanatorium; ein Kennenlernen eines bisher unbekannten Landes mit zahlreichen Eindrücken. Es entstanden persönliche Freundschaften; aber ich glaube auch Freundschaften Regionen weit. Es war eine große Dankbarkeit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit zu spüren.

Für die Owinger Delegation

Rudolf Fischer

Programm der Gruppe im Sanatorium "Jangan-Tau"

3. Januar, Freitag

Konzert der Volksmusikgruppe „Saljam“

Bekanntschaftsabend.

4. Januar, Samstag

Kranzniederlegung an den Gräbern.

Vertreter Feuerwehr, DRK, DLRG, Gemeinden, Stadt, Landkreis, Besuch des Ministeriums für den Katastrophenschutz, verschiedener Dienststellen, Gespräche. 

In der Schule Nr.3 Freundeskreis und Angehörigen Treffen.

5. Januar, Sonntag

Sportliche Aktivitäten: Alpinski, Fahren mit  Schneemobilen, Volleyball, Tennis, Schwimmen

6. Januar, Montag

Besuch des S. Julaew-Museums, der Quelle „Kurgasak“

Konzert der Musikgruppe F.Gaskarow

7. Januar, Dienstag

Ausflug in den Landkreis Duwanskij zur Weihnachtsfeier.  Kirchenbesuch. Teilnahme an den Festveranstaltungen. Mittagessen.

8. Januar, Mittwoch

Treffen von Vertreter der deut. Organisationen mit Repräsentanten der Sondereinheiten, der Feuerwehr, des Gesundheitsministeriums, des Roten Kreuzes, des Bildungsministeriums, der Radio und der Fernseh Gesellschaft „Baschkortostan“.

9. Januar, Donnerstag

Eröffnung der Fotoausstellung R. Kilmamatow. Ein Treffen mit den Fotografen.

10. Januar, Freitag

Treffen mit in Blagowarskij-Kreis wohnenden Volksdeutschen. Konzert der Volksmusik.

11. Januar, Samstag

Sportliche Aktivitäten: Pferdeschlittenfahrten, Alpinski, Fahren mit  Schneemobilen, Volleyball, Tennis, Bowling, Billard, Schwimmen etc.

Abschiedabendessen. Freundschaftsabend.

             

Programm im Sanatorium „Krasnousolskij“

3 Januar, Freitag

«Bekannschaftsabend». Kennenlernen der Region und Heilbehandlungen des Sanatoriums.(Landratsamt Gafurinski und das Sanatorium).

4 Januar, Samstag

Kranzniederlegung an den Gräbern.

Empfang im Innenministeriums der RB, mit allen Vertretern der Polizei,  Krisenstab und THW Besuch des Ministeriums für Katastrophenschutz, verschiedener Dienststellen, Gespräche. 

5 Januar, Sonntag

 «Winter Sabatuin» - lustiges Volksfest  an der frischen Luft. Langlauf, Pferdeschlittenfahrt. Volksspiele zum Zeitvertreib. Tee, Schaschlik, Baschkirische Küche. (Landratsamt Gafurinski, Sport und Touristik Ministerium, Sanatorium)

6 Januar, Montag

Ausflug und Besuch der Krasnousolskij Glasfabrik und des landwirtschaftlichen Betriebes «Rodina».

 

Auf Wunsch der Gäste Besuch eines Gottesdienstes bei einer heiligen Quelle.

Nächtlicher Weihnachtsgottesdienst.

(Verantwortlich: Rat für Religionsfragen im Ministerkabinett RB, Landratsamt Gafurinski, Sanatorium)

7 Januar , Dienstag

 Zusammentreffen mit den Angehörigen, Fragenbeantwortung

8 Januar, Mittwoch

Ausflug in das Dorf Silim-Karan. Besuch des Museums Maschita Gafuri. Tschajepitije. Kleine Ausstellung einer Folklore Sammlung (Landratsamt Gafurinski) 

9 Januar, Donnerstag

Ausflug in den Landkreis Gafurinski, Kransnousolskij.

Treffen bei Interesse mit Vertretern des Innenministerium, des Ministeriums für außergewöhnliche Situationen, Gesundheitsministeriums. TV „Baschkortostan“ anwesend. (Verantwortlich: Landratsamt Gafurinski)

10 Januar, Freitag

Ausflug in die Stadt Sterlitamak.

11 Januar, Samstag

«Freundschaftsabend». Abschlußabendessen. Gemeinsames Konzert mit den teilnehmenden Gästen und den Teilnehmern der Künstler des Hauses der Kultur des Landkreises und des Sanatoriums, Teilnahme Innenministerium und Ministerium für außergewöhnliche Situationen.

 

 

Programm für den ersten und letzten Tag:

des Aufenthaltes einer Delegation aus Baden-Württemberg (BRD) in der Republik Baschkortostan (RB) vom 2. – 12. Januar 2003

Die Delegation besteht aus 110 Personen.

Die Jugendgruppe aus 18 Personen.

2. Januar, Donnerstag

Ortszeit

7.00 Uhr

Abflug aus Ufa des Charterflugs der Fluggesellschaft „BAL“ (Baschkirien Air Lines)

7.30

Ankunft des Charterfluges in Friedrichshafen

10.00

Abflug des Charterfluges aus Friedrichshafen

18.30

Ankunft in Ufa. Begrüßung. Mirsajew R.N. stellv. Ministerpräsident RB, Kolbin B.G. Minister für Industrie, Außenbeziehungen und Handel, Mardanow S.Sch. Vertreter des Außenministeriums der Russ. Föderation in Ufa, Magadejew M. Sch. Minister für außergewöhnliche Situationen, Nisametidinov R.R Ministerkabinett, Jumagusin U.S. stellv. Minister für Industrie, Außenbeziehungen und Handel, Achmadullin R.W. Leiter des Verbandes der Sanatorien in der RB, Mirsajapow R.S. Abteilungsleiter für Außenwirtschaft der Stadt Ufa.

Während des Treffens auf dem Rollfeld des Flughafens überreichen Jungen und Mädchen in Nationaltracht die traditionelle Speise Tschak-Tschak und Kumis (vergorene Stutenmilch). Baschkirisches Fernsehen ist anwesend.

19.30

Abfahrt in die Sanatorien «Seljonaja Roscha, Grüner Hein», (18 Personen) «Krasnousolskij», (55 Personen) «Jangan-Tau, heißer Berg», (55Personen)

3.Januar, Freitag – 11. Januar, Samstag

Erholung in den Sanatorien «Krasnousolskij» und «Jangan-Tau» (Verantwortliche und Teilnehmende der Vorbereitung der Programme und der Treffen nach Interessen:  Chefärzte der Sanatorien, die Republikleitung der Kurorte der RB, das Ministerium für Kultur und nationale Politik der RB, das Goskomitee der RB für Angelegenheiten der Jugend, das Ministerium für Sport und Touristik, das Bildungsministerium der RB, das Ministerium für Industrie, Außenbeziehungen und Handel der RB, das Ministerium für außergewöhnliche Situationen, das Innenministerium, das Ministerium für Presse und Massenmedien, Feuerwehrverband «Baschkortostan», das Gesundheitsministerium der RB, das Baschkirische Rote Kreutz, das UNESCO Komitee der RB, die Gemeinschaft der Angehörigen der Verunglückten der Flugkatastrophe Flugnummer 2937, die Landratsämter Gafiruisko und Salawatsko).

12. Januar, Sonntag

Mittagessen und Ausflug der Hauptstadt Ufa

19.00

19:30

21:30

Abflug des Charterfluges nach Friedrichshafen

Ankunft in Friedrichshafen

Abflug nach Ufa

 

 

 

Die Programme entsprechen dem Stand vom 27.12.02. Am 11.12.02 erhielten wir das erste vorläufige Programm mit Begleitschreiben, darin heißt es:

"Das Ministerium für Industrie, Außenbeziehungen und Handel der Republik Baschkortostan in Übereinstimmung mit den Absprachen sendet Ihnen das vorläufige Programm des Aufenthaltes von 110 deutschen Bürgern in der Republik Baschkortostan, welche in zwei Gruppen zu je 55 Personen geteilt in den Sanatorien «Krasnousolskij» und «Jangan-Tau» untergebracht werden, zu.

Für die Jugendgruppe (18 Personen) organisiert das Komitee für Angelegenheiten der UNESCO und die Gemeinschaft der Eltern der Opfer der Flugzeugkatastrophe Flug Nr. 2937 (dem Eltern Komitee) das Programm des Aufenthaltes. In ihrem Programm ist die Unterbringung und Kur im Sanatorium «Seljonaja Roscha» vorgesehen, das Kennenlernen der gastfreundlichen Stadt, das Treffen mit baschkirischen Freunden, der Aufenthalt in Familien.

Das Programm des Aufenthaltes der drei Gruppen sieht auch das Treffen bei Interesse von baschkirischen Kollegen, Kulturveranstaltungen und sportlichen Unternehmungen vor. 

Entsprechend den Anfragen der Verwaltung der Sanatorien bitten wir Sie, Ärztliche Atteste zur Kur mit Indikationen und Kontraindikationen vorzubereiten und in die russische Sprache zu übersetzen."

 

Wechselkurs: € 1 = 33 Rubel                Aktueller Währungsumrechner

Hier finden Sie die aktuelle Wetterlage in Ufa  Temp. im Januar im Mittel -15°C

 

 


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