Gedenkstätte zum Flugzeugunglück vom 1.7.2002  bei Überlingen

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Die Gedenkstätte wurde nahe dem Absturzort der baschkirischen Tupolev bei Überlingen-Brachenreuthe errichtet.

Zufinden ist dieser Ort auf der B31 neu von Stockach am Ende der Ausbaustecke rechts, gleich links richtung Nesselwang, und dan nach 100 meter rechts. Hier gibt es eine Beschilderung .
Für Navi: Brachenreuthe 4, 88662 Überlingen - allerdings nur bis 1. Kreisel vor Brachenreuthe fahren, dann Beschielderung folgen.

Hier zur Anfahrt ein Kartenausschnitt

 

Gedenkstätte und Gräberfeld auf dem Südfriedhof von Ufa

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Denkmal „Die zerrissene Perlenkette" am Bodensee

"Memento mori - Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben", lautet der Titel des Denkmals in Erinnerung an den Flugzeugabsturz und den Tod von 71 Menschen.. Andrea Zaumseil heißt die gebürtige Überlingerin, deren Arbeit in Brachenreuthe verwirklicht wird. Dargestellt wird eine zerrissene Perlenkette in Form großer Edelstahlkugeln, verbunden durch ein Stahlseil. Das Denkmal soll an die Opfer mahnen, das Glück des Verschont geblieben seins der Region andeuten, sowie an die Anteilnahme der Bevölkerung erinnern.

Die Landesregierung Baden-Württemberg, sowie die Stadt Überlingen und die Gemeinde Owingen errichteten diese Gedenkstätte. Nach einer öffentlichen Ausschreibung des Wissenschaftsministeriums Baden-Württemberg konnten die Künstler ihre Arbeiten bis zum 31. März 03 einreichen. Bis Ende April wählt dann eine Jury 12 Arbeiten aus. Bis zum 15. Juni sollten dann die Detailkonzepte abgegeben werden. Am 1.Juli 2003 zum Jahrestag  wurde die Endauswahl präsentiert. Am 3. Mai 2004 fand die Einweihung statt.

 

"Aus Lautsprechern setzt Musik ein und vor uns öffnet sich der Weg, wir erblicken zwei Stelen. Eine dünnere, ca. 6 m hohe, schwarze, die eine kürzere, weiße, ca. 60 cm starke, etwas breitere, überragt. Ein Bild für den Tod, der das junge Leben überwand. Kleinen Vögeln oder Papierfliegern ähnliche Messingfiguren auf einer Stahlspirale winden sich um die schwarze Stele dem Himmel entgegen, Symbol für die verstorbenen Seelen. Es ist ein filigranes, leicht wirkendes, sehr schönes Denkmal, vor dem ein großer Blumenkranz in Form eines roten Herzens steht, flankiert von je drei großen runden Kränzen.

Vor dem Denkmal, in vier Reihen sind die Grabsteine angeordnet, ähnlich der Sitzordnung im Flugzeug. 55 der Opfer, darunter 40 Kinder und Jugendliche, sind hier bestattet. Der von einem kleinen Zaun eingerahmte Platz ist rot gepflastert. Eine Fläche um das Denkmal herum sowie die einzelnen Gräber sind in der Farbe der Hoffnung mit Gras bewachsen, eingerahmt mit schwarzem Stein. Der Grabstein trägt jeweils eingraviert, das Bild des Verstorbenen, Namen und die Lebensdaten. Rechts oben in der Ecke deutet ein kleiner Halbmond die muslimische Glaubenszugehörigkeit an, ein Kreuz die christliche. Bei einem weiteren Drittel fehlt ein Symbol. Auf der Rückseite ist ein kurzer Text eingraviert."

Aus der Reiseerzählung "Erinnerung beschwert das Leben, Dankbarkeit schenkt Hoffnungsschimmer" zur Einweihung der Gedenkstätte in Ufa am 13.7.2003, dem Jahrestag der letzten Beisetzung, von J.Rädler

Durch die unmittelbare große Anteilnahme der Bevölkerung entstanden mehrere Orte der Andacht und des Innehaltens.

Hier gelangen Sie zu einer kleinen Bildergalerie einiger dieser Stätten.

Drei erhielten durch die Geschehnisse eine besondere Bedeutung:

Der "Ort der Achtsamkeit" als Installation zum Owinger Kunstsommer 2002  durch Herbert Dreiseitl konzipiert und kurz nach dem Unglück errichtet durch Owinger Unternehmer, sowie der Gemeinde Owingen als vorübergehende Andachtsstätte bis zur Einweihung der eigentlichen Gedenkstätte. Im April 2004 wurde diese nun abgebaut. Die gemeinsam mit Hinterbliebenen gepflanzten Rosen und übrigen Pflanzen wurden durch den Bauhof der Gemeinde Owingen an drei sehr schön angelegte Orte verpflanzt.

Die Ostwiese bei Brachenreuthe,  ein erster Besuch von Hinterbliebenen führte bereits Ende Juli 2002 hier her, schließlich versammelten sich am ersten Jahrestag zur Unglücksminute hier die Hinterbliebenen gemeinsam mit Einsatzkräften und der Bevölkerung. Kaum einer der Anwesenden wird diesen Bewegenden Moment  je vergessen. Zu einem Bericht hierzu und dem Schweigeweg.

An der Absturzstelle der Boing wird den beiden Piloten gedacht. Kurz vor dem Ort Owingen-Taisersdorf entstand ein noch lange sichtbar bleibende Waldschneise. Kurzbericht zur ebenfalls sehr Bewegenden Einweihungsfeier am 15.Juni 2003.

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